Der Ems-Radweg ist an sich fast immer schön zu fahren. Der Weg ist landschaftlich malerisch und führt uns auf einsamen Straßen Etappe um Etappe zum Ziel. Die Strecke ist für schmälere Reifen als 1,50″ nicht geeignet, da der Asphalt recht oft sehr löchrig ist und es teilweise auch auf huckeligen Waldböden oder Schotterpisten langgeht. Wer plant unterwegs zu speisen sollte sich einige Locations im Vorhinein aussuchen, denn der Weg führt recht selten an Speisemöglichkeiten vorbei.
Generell fühlte ich mich mit meiner Frau zwischen Stock und Stein oft so zweisam, dass das Zivilisationsgefühl langsam schwindete und sobald wir in einem größeren Städchen durchfuhren, fühlte ich mich schon fremd und die Menschenmengen schon fast aufdringlich wirkten und ich schnell weiter wollte. Mit dem Hänger und Sack und Pack fühlte ich mich in der Stadt oft wie ein Landstreicher – was ich eigentlich ja auch für kurze Zeit war – eine wirklich interessante Erfahrung.
Leider führt der Weg auch viel zu selten an der Ems selbst vorbei. Wer am Fluss lang fahren möchte, sollte die teilweise parallel verlaufende Dortmund-Ems-Kanal Route als Alternative ansehen. Es lohnt sich wirklich kurzweise auf diese Alternative auszuweichen.
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